Archiv für den Autor: KIU

Der Kern: Kreativität, Kommunikation, Verantwortung

art 2.0 ist eine Initiative zur Förderung und kritisch-produktiven Auseinandersetzung mit dem digitalen Wandel, den Neuen Medien und dem Internet. Hierzu werden Vertreter unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen auf lokaler Ebene im Gespräch zusammengebracht und vernetzt. Initiator von art 2.0 ist die Kölner Internet Union e.V. (KIU), ein regionaler Berufsverband für Internet-, Software- und Kommunikationsfirmen.

Auftakt im Rückblick: Kunstausstellung und 1. KIU-Kunstpreis

Kernveranstaltung 2008 war eine Kunstausstellung mit der Verleihung des 1. KIU-Kunstpreises. Im Vorfeld der Ausstellung bewarben sich KünstlerInnen aus Köln und Umgebung mit einem Kurzkonzept. Die eingereichten Vorschläge wurden von einer Jury bewertet, bestehend aus Fachleuten der Bereiche Technologie, Kommunikation und Kunst. Alle ausgewählten Arbeiten wurden in einem Ausstellungsraum und parallel dazu im Internet präsentiert. Zugelassen waren alle Ausdrucksformen der bildenden Kunst, auch Aktionskunst. Die Arbeiten und Projekte sollten jedoch nicht nur im Netz sichtbar und erfahrbar sein (Netzkunst), sondern ihren Ausgangs- und/oder Bezugspunkt in der realen Welt finden. Der 1. KIU-Kunstpreis wurde am 30. Mai 2008 an Oliver Held für seine Aktion „Cookie“ verliehen.

Zum Programm 2009 zählen beispielsweise:

· Kunstaktionen und Ausstellungen in Firmenräumen (z. B. Ute Vogel: Zeitmanagement. Fotografien von Kalendern und anderen Werkzeugen zur Zeitkontrolle)

· Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung (Referate, Diskussionsrunden; z. B. Adhoc-Workshops), BildungsCamp

· Filmabende und Vorträge (z.B. Open Source Film)

Was wir weiterhin vorhaben …

Mittelfristig strebt die art 2.0 eine breite und dauerhafte Zusammenarbeit mit Institutionen aus der Forschung und Bildung, Künstlern und Künstlerinnen, künstlerischen Hochschulen, Galerien und Museen an und weiteren Initiativen und Institutionen an, die sich mit dem digitalen Wandel beschäftigen.

Wir Initiatoren sind von der Bedeutung und dem dauerhaften Erfolg einer Plattform wie art 2.0 überzeugt, weil wir von den folgenden Grundüberlegungen ausgehen:

Die breite Akzeptanz und Nutzung des Internets hat weitreichende Folgen auf die Art und Weise, wie wir arbeiten, kommunizieren, denken und leben. Erst allmählich kristallisiert sich heraus, was in diesen Veränderungen steckt. Eine proaktive Auseinandersetzung mit der politischen, moralischen, technischen und wirtschaftlichen Prägekraft moderner technischer Medien und insbesondere des Internets ist notwendig.

Der Kunst und den Künstlern – so wie wir sie verstehen – kommt vor dem Hintergrund dieser Aufgabenstellung eine besondere Bedeutung zu:

(1) Künstler sind die Seismographen unserer Gesellschaft. Die Kunst ist ein Experimentierfeld, auf dem jenseits pragmatischer Nutzungsszenarien und rein wirtschaftlichen Interessen Fragen gestellt, Sachverhalte reflektiert und Möglichkeiten ausgelotet werden können.

(2) Kunst hat ein großes sinnlich-konkretes Potential. Die künstlerische Auseinandersetzung ermöglicht die Ansprache eines breiten Publikums, wo ein sonst eher hochspezialisierter Fachjargon und die Fixierung auf die Technik die Diskussion bestimmten.

Kontakt:
Kölner Internet Union e.V.
Martin Butz und Anja Zielke
E-Mail orga(at)art-zweinull.de

Weitere virtuelle Orte von art 2.0 und der KIU

art 2.0 BildungsCamp 2009 in Köln

art 2.0 bei twitter

Kölner Internet Union (KIU)

KIU-Stammtisch Last Tuesday

Last Tuesday Gruppe bei XING

Jan auf der Art

Jan Verbeek, Mitglied der art 2.0-Jury, ist zusammen mit anderen Künstlern auf der Art Cologne vertreten:

Art Cologne 2008 Sonderschau Lost and Found

Ausstellung: 16.-20. April 2008, täglich von 12-20 Uhr
Vernissage: Dienstag, 15. April 2008, 17-21 Uhr
Messe Köln, Halle 5.2, Stand H 60

Geborgene Schätze treffen auf zeitgenössische Videokunst

Zentraler Bestandteil der diesjährigen Sonderschau sind die 25 Jahre verschollenen und nun erstmals wieder zugänglichen Videokunstschätze der Künstler- und Multi-Media-Kooperative “Frigo” aus Lyon in Frankreich. Gezeigt werden Performancedokumentationen von Paul McCarthy, Hermann Nitsch und Dieter Appelt.
Eine Auswahl zeitgenössischer Positionen aus dem Vertriebsprogramm der Stiftung ergänzt und kontrastiert die historischen Schätze.

Mit Arbeiten von: Dieter Appelt, Iris Hoppe, Paul McCarthy, Aki Nakazawa, Hermann Nitsch, Marcel Odenbach, Maria Vedder, Jan Verbeek

Kontakt und weitere Informationen:
imai – inter media art institute
Sandra Thomas
Ehrenhof 2
40479 Düsseldorf
Tel.: +49-(0)211-23 70 999 61
info@imaionline.de
www.imaionline.de

Weiß der Teufel …

Ingo Karwath schrieb uns (jetzt schon!) eine nette Dankesmail, die wir auf diesem Weg gerne an alle Beteiligten von ART 2.0 weiterleiten möchten:

“Weiß der Teufel, was Ihr meint mit Eurer Tag-Wolke und der Aufforderung, Kurzkonzepte einzusenden. Eines ist auf alle Fälle schon mal eine tolle Geschichte, nämlich dass sich offenbar wieder etwas tut in der Kölner Kunstszene. Damit meine ich nicht die Arrivierten oder die sich dafür halten, nicht die Museen, Galeristen, Kuratoren und Politiker, die immer noch glauben, Köln sei der Mittelpunkt der Kunstwelt. Mitnichten. Allein dafür gebührt Euch Dank. Dass Ihr Euch an die wirklichen Künstler dieser Stadt, als jene, die nicht in den Galerien rund um den Dom hängen, wendet, freut mich besonders. Diese Stadt beherbergt tausende Kreative, die in Hinterhöfen, kleinen Ateliers oder zu Hause Kunst machen, ohne wahr-, ja ernstgenommen zu werden. Nicht der Preis als solcher, Euer Engagement mit dutzenden Ausstellungen macht diese Initiative so wertvoll. Es wird Zeit, dass die in Köln lebenden und arbeitenden Künstler ihre eigene Bühne bekommen, wie sie andere Städte in Deutschland – Berlin, Leipzig – schon haben. Die ART Cologne hat mit den heimischen Künstlern nichts zu tun, das Museum Ludwig auch nicht.”

Danke, Ingo!

Web 2.0: nicht gut, nicht böse, einfach IST

Grenzenlose Kommunikation vs Uferloses Geplapper

Gigaquantität vs Nanoqualität

Chance ZUR Freiheit vs Fluch DER Freiheit

Erweiterter Horizont vs Lost in Space

Kein Grund zur Panik, kein Grund zur Euphorie, aber allen Grund zur Medienkompetenz

“… doch die ohne Breitbandanschluss sieht man nicht.”

Jetzt ist der alte Wein virtuell in virtuellen neuen Schläuchen – oder ist’s umgekehrt? Egal, hauptsache es reicht für einen realen Rausch.

Web 2.0 ist toll!

Web 2.0 ist eine crazy Angelegenheit. Man kann das ganze Internet vollschreiben mit Sachen, die einem im Kopf herumschwirren. Aber wenn das so weitergeht, wenn alle alles aufschreiben, was bei ihnen so schwirrt, dann bricht das ganze Internet zusammen: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,518640,00.html.

Unser Tipp: Auch mal wieder was der Freundin erzählen, oder dem Nachbarn, oder der Kioskverkäuferin. Das macht auch Spaß und entlastet das Internet. Danke.

Wie alles begann …

… im Jahr 2004 stellte der Software-Entwickler und Fachliteratur-Herausgeber Tim O’Reilly erstmals öffentlich fest, das sich im und um das Web entscheidende Dinge tun, die mit bisherigem Vokabular nicht mehr zu beschreiben sind. Deshalb hat er den Begriff “Web 2.0″ erfunden. Seine Antworten auf die Frage “Was ist Web 2.0″ sind als offizielle deutsche Übersetzung im Web von Dipl.-Wirt.-Inf. Patrick Holz zu finden. Sie befassen sich vordergründig mit den technologischen Aspekten des Web 2.0.

Im Grunde geht es beim Web 2.0 um ein offizielles Reset des bisherigen Web. Zu viele Enttäuschungen und Entbehrungen zogen die seinerzeit zuhauf geplatzten Blasen und Träume mit sich, als das im “alten Web” noch wirklich grünes Gras hätte wachsen können. Web 2.0 beschreibt jedoch auch die Entstehung eines wirklich neuen Marktes mit schniffligen Entwicklern, tollen Tools und engagierten Nutzern. Ein Markt der interaktiven Kommunikation und Publikation.

Was Web 2.0 sonst noch ist, darum geht es nicht nur in diesem Blog. Dies Herauszufinden ist Aufgabe von ART 2.0. Macht mit!