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Macht Internet doof?

Über Recherche, Google, Wikipedia …

Session auf dem BildungsCamp zu Wissen und Lernen im digitalen Zeitalter von Anja Zielke.

Google und Wikipedia sind die am meisten eingesetzten Recherche-Werkzeuge im Web. Folglich basieren viele verbreitete Informationen auf diesen Diensten. Wie funktionieren sie und welche Bedeutung darf man ihnen zumessen?

Auch Dank vieler erhellender Beiträge von Tim Bartel, einem aktiven Wikipedianer, der unter anderem zur aktuellen Relevanzdiskussion rund um den Blog-Beitrag “99% aller Deutschen sind irrelevant” Stellung bezog, entwickelte sich eine angeregte Diskussion über Medienkompetenz und die Frage, was man eigentlich lernen muss (“Muss ich Woyzeck lesen?”) und wofür es gut und wichtig ist, seine Meinung auf der Basis möglichst originärer Informationen und nicht etwa Sekundärliteratur zu entwickeln (“Viele Kunden fragen: Gibt es das auch als Zusammenfassung?”).

Präsentation Macht Internet doof als ODP-Datei (1,5 MB)

Übersicht Sessions BildungsCamp

Wer bloggt für wen?

Bevor ich mich der Auswertung zu den Web 2.0-Prognosen für 2008 widme, möchte ich ein paar interessante Zahlen zum Thema Blogs zum Besten geben, basierend auf Online-Interviews von TNS Infratest mit 1.102 Personen, veröffentlicht im Oktober 2007:

41% der Blogschreiber (mit eigenem Blog) sind unter 20 Jahre alt

35% der Blogleser sind über 40 Jahre alt

61% nutzen ihren Blog als persönliches Tagebuch (Frauen: 76%)

30% schreiben über Reisen und Urlaub

24% betreiben einen Blog zum Thema Wissen & Lernen

Wer einen Blog hat, ist laut der Untersuchung auch insgesamt sehr aktiv im Internet: 65% nutzen Chat, 58% Instant Messenger, 59% hören Online-Radio, 54% laden Musik herunter und 53% sind Mitglied einer Online-Community. 22% haben bereits ein Video auf einem Portal veröffentlicht.

Kein Duden-Wort …

Was eine Telenovela ist, erklärt uns mittlerweile der Duden. Unter “Web 2.0″ findet man im Standardwerk zur deutschen Sprache bislang noch keinen Eintrag.

Dementsprechend ist der Begriff Web 2.0 in der Öffentlichkeit mehr oder weniger bekannt. Sogar eine Umfrage in deutschen PR-Agenturen ergab, dass erstaunlich viele wenig bis nichts darüber wissen. Interessant fand ich auch die Antwort “ja, ich glaube, wir haben das …” auf die Frage an eine Freundin: “Was fällt Dir ein zum Thema Web 2.0?”.

Es gibt also ganz klar Bedarf. Bedarf an Aufklärung, aber auch an Erklärung, was das Web 2.0 denn nun eigentlich genau ist. Ich bin gespannt, was ART 2.0 dazu zu sagen hat.

P.S.: Auch der Comicverkäufer aus meiner Lieblingsserie “The Simpsons” hat bereits Stellung bezogen zum Web 2.0: “Alles, was ich gesehen und nicht gesehen habe, kannst Du in meinem Blog nachlesen”.