Schlagwort-Archiv: Kunst

„Social Web ist schön – macht aber viel Arbeit!“ – Das stARTcamp Köln geht in die zweite Runde

Auch in diesem Jahr unterstützt art 2.0 das stARTcamp Köln.

Was sind die typischen Aufgaben eines Social Media Managers und wie sehen seine täglichen Herausforderungen aus? Mit ihren Veranstaltungen zu Arbeitsbedingungen und Strategien im neuen Berufsfeld von Social Media haben die Macherinnen des stARTCamp Köln bereits in der Vergangenheit die Kulturszene zusammengebracht.

Für das kommende stARTcamp in der Karl-Rahner-Akademie setzen sie erneut auf eine Durchmischung von Internetexperten und Kulturschaffenden. Für letztere hat der Umgang mit Social Media erheblich an Bedeutung gewonnen, da immer mehr Museen, Theater, Verlage und andere Institutionen aus dieser Branche ihre Auftritte in den sozialen Netzwerken planen.
Was allgemein für das Berufsbild „Social Media Manager“ gilt, stellt für den Kulturbereich eine große Herausforderung dar: Es gibt kaum festgeschriebene Standards und gerade in der Kultur müssen sich vor allem Quereinsteiger mit den Anforderungen dieses neuen Arbeitsfeldes beschäftigen.

„Den perfekten Social Media Manager für den Kulturbereich muss man sich schon selber basteln.“
Mit diesem kleinen Augenzwinkern erstellen Wibke Ladwig (Sinn und Verstand Kommunikationswerkstatt), Ute Vogel (frau Vogel Design) und Anke von Heyl (Kultur Event Büro) beim stARTcamp Köln eine Anleitung hierfür.

Das 2. stARTcamp Köln legt einen Schwerpunkt auf das nötige Handwerkszeug für den erfolgreichen Einsatz von Social Media. In den einzelnen Sessions dieser als Barcamp (Unkonferenz) konzipierten Veranstaltung sollen die Teilnehmer zu Themen wie „Community Management“, „Content Marketing und Strategien“ oder „Online-Redaktion“ miteinander diskutieren. Die Organisatorinnen liefern mit dem stARTcamp einen einen wesentlichen Programmpunkt in der Kölner Internetwoche.

Das stARTcamp Köln findet am 14. September 2012 in der Zeit von 9 bis 18 Uhr in der Karl-Rahn-Akademie unweit des Neumarkts statt.

Der Verkauf des 2. Ticketkontingents beginnt am 27. August.

Weitere Informationen – auch zur Anmeldung – finden sich unter http://startcampk.posterous.com

Expertenabend mit Florian Kuhlmann am 10. Mai 2011

art 2.0 freut sich sehr, am 10.5.2011 Florian Kuhlmann begrüßen zu dürfen.
“Er publiziert als Autor im Netz, hält im In- und Ausland Vorträge über seine Arbeit, bloggt, twittert, facebookt und vernetzt sich, er gestaltet riesige digitale Collagen am Rechner, stellt sie unter Creative Commons Lizenzen ins Netz, zeigt diese und andere Arbeiten in Blogs und Magazinen weltweit, machte ganze Ausstellungen im Cyberspace und organisierte Happenings und Performances in Secondlife und per Videolivestream im Netz.
Er beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren auf unterschiedliche Weisen mit den Auswirkungen von Netz und Digitalisierung auf die Gesellschaft”

Florian wird über aktuelle Aspekte der Netzkunst und Netzkultur sprechen.

Termin: Dienstag, 10. Mai 2011. Beginn 19:30 Uhr.
Ort: sym.net, Hansaring 78, 50670 Köln
Ecke Weidengasse, schräg gegenüber S- und U-Bahnhaltestelle Hansaring.

Der Eintritt ist frei. Bitte kurz per E-Mail anmelden wegen der Sitzplätze.

Antropofagia – Plädoyer für eigenartiges Lernen

Session auf dem BildungsCamp zu Wissen und Lernen im digitalen Zeitalter von Martin Butz.

Der Vortrag stellt ein geplantes aber bislang noch nicht durchgeführtes Kunstprojekt des französisch-brasilianischen Künstlers Roberto Cabot vor. Dabei soll der Film “How Tasty Was My Little Frenchman” (1971) des brasilianischen Regisseurs Nelson Pereira dos Santos auf das Copacabana Palace Hotel in Rio de Janeiro projeziert werden. Damit wird das koloniale Bauwerk für die ‘antropophagische Geschichte’ des Films gleichsam missbraucht und wiederangeeignet.

Das Kunstprojekt dient im Vortrag als Beispiel, um den Begriff der “Antropofagia” einzuführen. Dieses Konzept einer emanzipatorischen Kulturtechnik ist bekannt geworden durch Oswald de Andrade, der die brasilianischen Künstler 1928 in seinem antropophagischen Manifest 1928 zur produktive Aneignung der (kolonialen) Dominanzkultur auffordert: “Der Brasilianer als kultureller Kannibale, der gierig fremdes Kulturgut verschlingt, es mit eigenen Elementen vermengt und als etwas Verändertes wiedergibt.” (Alexander J. Wahl)

Ich verstehe die ‘Antropofagia’ als Metapher, die eine Art der Weltaneignung beschreibt. Die anthropophagische Art zu Lernen entsteht aus einer vermeintlichen oder realen Unterlegenheit gegenüber den Gegenstand des Interesses oder besser: der Art und Weise, wie dieser nach der dominanten Ideologie zu verwenden ist. Indem der vormalige Kontext einer Sache ignoriert, die Gebrauchsanweisungen und Nutzungsverbote missachtet worden sind, verleibt sich der (metaphorische) Antropophage den Gegenstand seines Interesses ein: Die Sache wird neu gedeutet, egoistisch mit Sinn belegt. Analoge und ähnlich Konzepte hierzu: Mashup, Bricolage, Eklektizismus, Synkretismus, Remixing, sweded version.

Der Vortrag versammelt weiterhin Beispiele unterschiedlichen Art, die in mehr oder weniger großen Anteilen im oben genannten Sinn ‘anthropofagisch’ sind.

Präsentation als PDF zum Download (1,9 MB) Antropofagia – Plädoyer für eigenartiges Lernen

Übersicht Sessions BildungsCamp

Ankündigung BildungsCamp

art 2.0 veranstaltet am Wochenende 24./25. Oktober 2009 das erste BildungsCamp zu Wissen und Lernen im digitalen Zeitalter.

Wie bei einem BarCamp üblich werden die Teilnehmer gleichzeitig die Akteure der Veranstaltung sein. Und sie ist kostenlos, man muss sich nur rechtzeitig anmelden. Wir suchen auch noch weitere Unterstützung für die Organisation und Verpflegung vor Ort, also freundliche Helfer und Sponsoren. Wir freuen uns über Anfragen und Angebote per Mail oder telefonisch. Hier einige weitere Termine rund um das Netz, Kunst und Kultur:

03. bis 08. September 2009
Festival ars electronica Linz
http://www.aec.at/festival_about_de.php

Achtung: Termin wird verschoben!
Microblogging Conference Summer Camp
http://www.mbc09.de/

10. bis 13. September 2009
GOGBOT Festival Enschede (NL)
http://2009.gogbot.nl/

23. bis 25. September 2009
PICNIC Amsterdam
http://www.picnicnetwork.org/

24. /25. September 2009
stART:09 Duisburg Konferenz zu Kultur und Web 2.0
http://www.startconference.org/

3./4. Oktober 2009
socialcamp Berlin
http://www.socialcamp-berlin.de/

24./25. Oktober 2009
art 2.0 BildungsCamp Köln
http://bildungscamp.mixxt.de

8. November 2009
VISION SUMMIT 2009 Berlin
http://www.visionsummit.org/

voraussichtlich Januar 2010
artcamp Berlin
http://artcamp.mixxt.de/

3. bis 7. Februar 2010
transmediale festival for art and digital culture berlin
http://www.transmediale.de/

Viele weitere BarCamp- und Web 2.0-Termine gibt es laufend aktualisiert bei medienrauschen.de.

(Ohne Gewähr und sicher nicht vollständig …)

Eine aktuelle Liste mit weiteren Terminen findet Ihr hier:
http://www.art-zweinull.de/?page_id=176

Weitere Termintipps in dieser Richtung nehmen wir gerne entgegen: orga(at)art-zweinull.de

Der Kern: Kreativität, Kommunikation, Verantwortung

art 2.0 ist eine Initiative zur Förderung und kritisch-produktiven Auseinandersetzung mit dem digitalen Wandel, den Neuen Medien und dem Internet. Hierzu werden Vertreter unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen auf lokaler Ebene im Gespräch zusammengebracht und vernetzt. Initiator von art 2.0 ist die Kölner Internet Union e.V. (KIU), ein regionaler Berufsverband für Internet-, Software- und Kommunikationsfirmen.

Auftakt im Rückblick: Kunstausstellung und 1. KIU-Kunstpreis

Kernveranstaltung 2008 war eine Kunstausstellung mit der Verleihung des 1. KIU-Kunstpreises. Im Vorfeld der Ausstellung bewarben sich KünstlerInnen aus Köln und Umgebung mit einem Kurzkonzept. Die eingereichten Vorschläge wurden von einer Jury bewertet, bestehend aus Fachleuten der Bereiche Technologie, Kommunikation und Kunst. Alle ausgewählten Arbeiten wurden in einem Ausstellungsraum und parallel dazu im Internet präsentiert. Zugelassen waren alle Ausdrucksformen der bildenden Kunst, auch Aktionskunst. Die Arbeiten und Projekte sollten jedoch nicht nur im Netz sichtbar und erfahrbar sein (Netzkunst), sondern ihren Ausgangs- und/oder Bezugspunkt in der realen Welt finden. Der 1. KIU-Kunstpreis wurde am 30. Mai 2008 an Oliver Held für seine Aktion „Cookie“ verliehen.

Zum Programm 2009 zählen beispielsweise:

· Kunstaktionen und Ausstellungen in Firmenräumen (z. B. Ute Vogel: Zeitmanagement. Fotografien von Kalendern und anderen Werkzeugen zur Zeitkontrolle)

· Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung (Referate, Diskussionsrunden; z. B. Adhoc-Workshops), BildungsCamp

· Filmabende und Vorträge (z.B. Open Source Film)

Was wir weiterhin vorhaben …

Mittelfristig strebt die art 2.0 eine breite und dauerhafte Zusammenarbeit mit Institutionen aus der Forschung und Bildung, Künstlern und Künstlerinnen, künstlerischen Hochschulen, Galerien und Museen an und weiteren Initiativen und Institutionen an, die sich mit dem digitalen Wandel beschäftigen.

Wir Initiatoren sind von der Bedeutung und dem dauerhaften Erfolg einer Plattform wie art 2.0 überzeugt, weil wir von den folgenden Grundüberlegungen ausgehen:

Die breite Akzeptanz und Nutzung des Internets hat weitreichende Folgen auf die Art und Weise, wie wir arbeiten, kommunizieren, denken und leben. Erst allmählich kristallisiert sich heraus, was in diesen Veränderungen steckt. Eine proaktive Auseinandersetzung mit der politischen, moralischen, technischen und wirtschaftlichen Prägekraft moderner technischer Medien und insbesondere des Internets ist notwendig.

Der Kunst und den Künstlern – so wie wir sie verstehen – kommt vor dem Hintergrund dieser Aufgabenstellung eine besondere Bedeutung zu:

(1) Künstler sind die Seismographen unserer Gesellschaft. Die Kunst ist ein Experimentierfeld, auf dem jenseits pragmatischer Nutzungsszenarien und rein wirtschaftlichen Interessen Fragen gestellt, Sachverhalte reflektiert und Möglichkeiten ausgelotet werden können.

(2) Kunst hat ein großes sinnlich-konkretes Potential. Die künstlerische Auseinandersetzung ermöglicht die Ansprache eines breiten Publikums, wo ein sonst eher hochspezialisierter Fachjargon und die Fixierung auf die Technik die Diskussion bestimmten.

Kontakt:
Kölner Internet Union e.V.
Martin Butz und Anja Zielke
E-Mail orga(at)art-zweinull.de

Weitere virtuelle Orte von art 2.0 und der KIU

art 2.0 BildungsCamp 2009 in Köln

art 2.0 bei twitter

Kölner Internet Union (KIU)

KIU-Stammtisch Last Tuesday

Last Tuesday Gruppe bei XING

Kunstprojekt art 2.0 startet in die zweite Runde

Als Branchenfachverband sieht die Kölner Internet Union e.V. in der Förderung und gleichzeitig kritischen Betrachtung unserer digitalen Kultur und deren unterschiedlichen Erscheinungsformen und Entwicklungen wie zum Beispiel der technischen wie inhaltlichen Gestaltung des Web eine gemeinsame Verantwortung und Aufgabe. Deshalb haben wir in diesem Jahr das Kunstprojekt art 2.0 ins Leben gerufen. Zur Vernetzung von Experten aus Kunst, Kommunikation und Technologie fanden vom 15. bis 30. Mai 2008 eine Kunstausstellung mit Arbeiten von Kölner KünstlerInnen zum Web 2.0, interessante Themenabende und abschließend die Verleihung des 1. KIU-Kunstpreises statt.

Mehr Verantwortung und neue Ideen zur Gestaltung des Web

Die Zahlen sprechen für sich: Über 30.000 Besucher auf der Projektwebsite art-zweinull.de und mehr als 300 Gäste bei den Veranstaltungen bestätigen das Interesse und den Bedarf an fachlicher Information und gegenseitigem Austausch für ein besseres Verständnis, mehr Verantwortung und neuen Ideen zur Gestaltung des Web. Auch in lokalen und Fachmedien spiegelte sich das große Interesse am Thema wider.

Für 2009 ist eine Fortführung für art 2.0 geplant. Während dieses Jahr das Phänomen Web 2.0 im Mittelpunkt stand, soll es beim nächsten Mal um das Web in der Gesamtbetrachtung gehen. Mit noch mehr Künstlern, breitgefächerten Themenabenden und businessorientierten Veranstaltungen will die KIU wieder aktuelle Entwicklungen in den Mittelpunkt stellen und Möglichkeiten zu Austausch und Vernetzung bieten.

art 2.0 ist ein junges, innovatives Projekt zur Förderung von Wirtschaft und Kultur in Köln. Die Kölner Internet Union freut sich über weitere Mitstreiter, die art 2.0 mit ihrer Mitarbeit und/oder finanziell unterstützen wollen. Sind Sie dabei? Wir  würden uns freuen.

Gerne beantwortet das Team art 2.0 Ihre Fragen zum Projekt und möglichen Beteiligungen.

Beste Grüße
Team art 2.0

189 Mio. mal web 2.0

Zum Begriff Web 2.0 findet Google aktuell 1,59 Mio. Treffer auf deutschsprachigen Seiten, webweit sind es 189 Mio. Am 28.11.2005 waren es noch 574.000 bzw. 19 Mio. Einträge. Diese Zahlen habe ich eben in einem Artikel auf DW World entdeckt.

Zum Vergleich: “Wirtschaft” erzielt aktuell 1,87 Mio. Treffer auf deutschsprachigen Seiten, “Kunst” taucht 2,68 Mio. mal auf.

Künstlerische Initiativen

Noch während wir an der Entwicklung von ART 2.0 gearbeitet haben, tauchten erstmals Beiträge auf, die ebenfalls den Begriff Art 2.0 nutzten. Hier geht es um eine direkte Verbindung: “Wenn das Web 2.0 Künstler inspiriert”. Es sind einige interessante Links vorgestellt.

Die KIU möchte den Begriff ART 2.0 weiter fassen und zusätzliche Aspekte einbinden. Wir möchten mit Hilfe der Kunst Antworten finden auf Fragen, die sich mit der Entstehung und Nutzung des Web 2.0 entzünden:

Was geschieht, wenn verstreute Datenquellen gebündelt und auf diese Weise präzise Persönlichkeitsprofile erstellt werden?

Ist Google gefährlich?

Wie wirkt der “digital divide”, die Trennung von digitalen und analogen Gesellschaften?

Ich bin gespannt, ob und welche Antworten wir über ART 2.0 finden.