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Öffentliche Ko-Kuratoren

Auch die internationale Kunstszene hat die Vorzüge des Web 2.0 bereits für sich erkannt. Hier zwei Beispiele, beide aus dem Oktober 2006:

MoMa lässt Videos filmen für The Residents
Über die Videoplattform YouTube rief das New Yorker Museum of Modern Art die Öffentlichkeit auf, Videobeiträge zu einem Musiktitel der 1969 gegründeten amerikanischen Avantgarde-Band The Residents online zu stellen.

Saatchi bestellt Öffentlichkeit als Ko-Kuratoren
Die Saatchi Gallery in London konzipierte eine Ausstellung, bei der via Internet von den Besuchern über die Werke abgestimmt wurde. Daraus entstand die Endauswahl der Exponate.

Freund oder Feind?

Das Web im Gemeinen und das Web 2.0 im Speziellen kann Künstlern helfen, bekannt zu werden und ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Creative Commons ermöglichen zusätzlich eine neue Form des Rechtedefinition.

Nun ist aber bald wirklich “jeder Mensch ein Künstler”, wenngleich Beuys bei dieser Vorstellung sicher nicht das Web vor Augen hatte. Als einer der führenden Gegner des Web 2.0 widmet sich Andrew Keen diesem Thema in seinem Buch “the cult of the amateur – how today’s internet is killing our culture”. Seine Thesen werden aktuell wild diskutiert. In einem Interview ließ sich Keen sogar zu der Äußerung hinreißen: “Nicht mal die Nazis haben Künstlern die Arbeit weggenommen.” Lest mehr in den Beiträgen des Weisslog der ZEIT und im Blog von Andreas von Gunten.